Essbare Stadt

Es gibt immer mehr Städte, wie Andernach (D), Todmorden (England) oder Luzern (CH), die sich „essbare Stadt“ nennen. Meine Heimatstadt Winterthur gehört bisher (noch) nicht dazu. Ich denke aber, dass sich das in den kommenden Jahren ändern wird. Winterthur als Grünstadt und waldreichste Stadt der Schweiz wäre prädestiniert eine essbare Stadt zu werden.

Was ist eine Essbare Stadt? Kurz gesagt geht es darum, dass der öffentliche Raum genutzt wird, um Nahrung zu produzieren. Wichtig dabei ist der Aspekt, dass es einen gemeinnützigen Charakter hat. Besonders attraktiv finde ich diejenigen Konzepte, bei denen alle ernten dürfen.

Wikipedia: Essbare Stadt nennen sich eine Reihe von Projekten für die Nutzung urbanen Raums zum Anbau von Lebensmitteln. Die Lebensmittel können dabei sowohl pflanzlichen als auch tierischen Ursprungs sein. Da die Anbauflächen anders als auf dem Land meist sehr begrenzt sind, umfassen die Aktivitäten im Rahmen der Essbaren Stadt vielfach auch vertikale Elemente wie die Nutzung von Balkonen, Wänden oder Dachflächen. Der Platzmangel macht es notwendig, die Flächen mehrfach genutzt zu bewirtschaften. So sind mit dem Nahrungsmittelanbau oft auch Aktivitäten der Freizeitgestaltung und der Landschaftsgestaltung verbunden. So werden Teile von Freizeitflächen wie Fußgängerzonen, Parks und Spielplätze mit essbaren Pflanzen bepflanzt. Die Trennung von Produktion und Distribution der Lebensmittel wird dabei aufgehoben, wenn diese öffentlich zugänglich sind und von allen Nutzern dieser Flächen beerntet werden dürfen. Bei einem Anbau durch die Stadtbewohner selbst entfällt die Trennung von Produzent und Konsument. Mit dem Anbau werden Ansätze zur Bildung und Inklusion von Bevölkerungsgruppen erhofft. Die Projekte einer Essbaren Stadt haben daher häufig gesellschaftspolitische und soziale Ziele, die mit der Lebensmittelproduktion verbunden werden. (Abgerufen am 22.12.2020)

Ich möchte dazu beitragen, dass in Winterthur einen Teil des öffentlichen Raums essbar gemacht wird. Nach einigem Recherchieren fand ich ein geeignetes Stück Wiese. Es liegt im Sulzerpark neben dem Bahnhof Hegi. In diesem Park stellt die Stadt Winterthur der Bevölkerung im Rahmen einer (vorerst) dreijährigen Pilotphase gratis Flächen zur Nutzung zur Verfügung. Eine tolle Sache! Siehe GreenGo: https://stadt.winterthur.ch/gemeinde/verwaltung/technische-betriebe/stadtgruen-winterthur/greengo
Jeder, der möchte, kann ein Projekt eingeben. Vor kurzem habe ich einen Projektantrag eingereicht für einen öffentlichen, essbaren Garten. In einem Monat werden die Verantwortlichen entscheiden, welche Eingaben angenommen werden. Nun bin ich angefragt worden Skizzen von meinem Vorhaben einzureichen.

Hier soll demnächst ein essbarer Garten entstehen

Im Moment bin ich am planen und skizzieren. Wünschenswerte Elemente im essbaren Garten sind:

  • Hochbeete
  • mit Gemüse bepflanzte Wände
  • Kräuterturm
  • Tomatenhaus
  • Kompost (für einen geschlossenen Kreislauf)
  • bewachsener Durchgang
  • Sitzplatz
  • umzäunter Beet-Bereich
  • Wasserstelle
Gartenplanung-Skizze (Ausschnitt)

Ich bin gespannt, was ich auf der Fläche realisieren kann. Ich werde Schritt für Schritt vorgehen und hoffe, dass ein paar helfende Hände mit dabei sein werden.

Als Inspiration was alles möglich ist: Hier ein 3 Minuten Film über Todmorden.

2 Kommentare zu „Essbare Stadt

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